Zucker – der Weg in unser Leben.

Wie kann es sein, dass sich diese Menge Zucker in unser Leben schleichen konnte?

Die Gesellschaft hat sich im Laufe der letzten Jahre oder auch Jahrzehnte sehr gewandelt. In unserer Zeit fängt es schon damit an, dass nicht mehr nur die Männer arbeiten gehen, sondern auch Frauen ihren Beitrag zum mittlerweile durchaus teuren Leben leisten müssen. Zudem hat Frau oft auch noch die Kindererziehung und den Haushalt in ihrem Terminkalender zu bewerkstelligen. Eine gesunde Ernährung darf natürlich trotzdem nicht fehlen. Das ist heutzutage aber gar kein Problem. In den Supermärkten bekommen wir zu jeder Zeit, die gewünschte Menge an vermeintlich gesunden Nahrungsmitteln, oder wenn es denn doch mal schneller gehen muss, auch ein entsprechendes Fertigprodukt. Zu letzterem wird immer häufiger gegriffen. Warum auch sollen wir uns nach einem arbeitsreichem langen Tag noch an den Herd stellen, wenn es doch schon alles fix und fertig zu kaufen gibt. Kein Schnippeln, kein Kochen, kaum Abwasch und im Handumdrehen eine warme Mahlzeit.

Keine Frage, Fertigprodukte ersparen eine Menge Zeit. Und die Lieblings-Tiefkühlpizza schmeckt immer gleich lecker, egal, ob in Bayern oder an der Nordseeküste. Das hat jedoch seinen Preis: Um Qualität und Geschmack konstant zu halten, setzen die Hersteller fast immer Zusatzstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker ein. Je höher der Grad der Verarbeitung, desto mehr. Dass etwa Brokkoli-Tütensuppe nach Brokkoli schmeckt, liegt nicht am Brokkoli selbst. Die Chemie macht es möglich.

Vor ein paar Jahren dann hat man die Gefahr des Fertigproduktes „erkannt“ und den hohen Fettgehalt in diesem verboten, da selbiges als total ungesund abgetan wurde. Die Industrie musste sich nun etwas einfallen lassen, da die Fette gute und vor allem kostengünstige Geschmacksträger waren. Also taten sie mehr Zucker hinein – industriell hergestellt auch ein lukratives Unterfangen. Und sie taten diesen sogar in die Produkte, die vollkommen ohne ausgekommen wären, um den qualitativ besten Geschmack zu erzeugen.

So findet man heute überall Zucker in den Zutatenlisten. Selbst in Produkten, in denen man es gar nicht erwartet, wie Salami, Ketchup, Senf und auch Dressings. Vor allem aber in sämtlichen fertigen Produkten*. Da kann sich das, als gesund deklarierte, Müsli schon mal als totale Zuckerbombe entpuppen.

Und genau das ist das Fatale. Mit ihrer Werbung versprechen die Anbieter gesundes Essen, dass schnell geht und auch noch billig ist. Und da wir von klein auf an, genau das gewöhnt sind – denn auch Muttermilch schmeckt schon süß – greifen wir auch immer wieder beherzt zu.

Wer also auf Zucker verzichten möchte, der muss auf jeden Fall die Zutatenlisten studieren – und mittlerweile braucht man fast einen Hochschulabschluss dazu – , denn Zucker hat viele Namen, die oft gar nicht vermuten lassen, was sich tatsächlich hinter ihnen verbirgt .

* Natürlich gibt es bei den fertigen Produkten auch Ausnahmen und somit vereinzelt auch welche ohne Zucker. Diese sind aber äußerst selten.

Hinterlasse einen Kommentar