Sandrina

Heute möchte ich euch Sandrina vorstellen, sie ist 32 Jahre alt und lebt in der Schweiz.

Sandrina leidet an Morbus Bechterew, einer chronisch entzündlich rheumatischen Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken. Sie nimmt daher verschiedene Medikamente und hat bereits eine Odyssee an Ärzten hinter sich, bis sie überhaupt zu dieser Diagnose gekommen ist. Ihre Rheumatologin, von welcher sie aktuell behandelt wird, empfiehlt ihr keine Diät zu machen. Warum das aber nicht sein soll, hat Sandrina erstmal nicht gefragt, weil sie verständlicher Weise vorerst an der Diagnose zu knabbern hat.

Und trotzdem erinnert sich Sandrina irgendwann an einen Bericht, den ihr ihr Vater mal zu lesen gab. Einen Bericht über Zucker und seine Auswirkungen. Ja, sogar von Gift sei dort die Rede gewesen. Also beschließt sie eigenmächtig auf Zucker zu verzichten und somit auch zu testen, ob und was das ihrem Körper Gutes bringt.

Seit ca 3 Monaten ist Sandrina nun zuckerfrei , und sie empfindet sich grundsätzlich als nicht mehr so vollgestopft. Sie sagt selbst, sie habe früher oft an Heißhunger gelitten, heute aber bleiben diese Attacken bis auf wenige Ausnahmen aus, und wenn es sie eben doch überkommt, helfen ihr ein Apfel bestreut mit Zimt oder eben ein paar Nüsse darüber hinweg.

Ihre Freunde und die Familie haben die Zuckerfreiheit sehr gut angenommen und akzeptieren das. Nur einmal hat ihr jemand unbedingt ein Stück Kuchen mit den Worten: “ Iss es doch für mich.“ anbieten wollen. Doch mit der Gegenreaktion: „Bauchschmerzen und Völlegefühl übernimmst du ja auch nicht für mich.“ schien die Sache dann geklärt zu sein.

Da Sandrina auch schon vor der Zuckerfreiheit nicht sehr viel Süßes zu sich nimmt, fällt ihr das Weglassen nicht so schwer. Gesüßt wird ab jetzt nur noch mit natürlich vorkommendem Zucker. Statt Marmelade zum Frühstück gibt es nun Haferflocken mit Wasser und Früchten. Eine Nachspeise am Mittagstisch wird durch Obst ersetzt.

Ihren Einkauf macht Sandrina im Super- oder auf dem Wochenmarkt. Bei ersterem schaut sie allerdings nun auch schon zweimal auf die Zutatenliste, um auch ganz gezielt versteckte Zucker zu finden. Wenn es möglich ist, bezieht sie frische Sachen wie Obst und Gemüse aus eigenem Anbau.

Wenn Sandrina Gäste hat, wird nach den Rezepten gekocht und gebacken, die vor ihrer Zuckerfreiheit so üblich waren. Für sich selbst allerdings, stellt sie dann etwas zuckerfreies her oder aber sie verzichtet auf die süßen Speisen. „Gesundheitsbewusste“ Besucher allerdings, schätzen auch die von Fabrikzucker befreiten Desserts und sind durchaus auch schon mal überrascht, wie gut das doch alles schmecken kann. Wenn Sandrina auswärts essen geht, wählt sie das augenscheinlich Gesündeste auf der Speisekarte. Das tat sie aber eigentlich schon immer.

Zu Feiertagen, wie Ostern, lässt Sandrina sich keine Schokolade schenken, aber wenn Mutti Geburtstag hat, darf es, ihr zu Ehren, auch mal ein Stück Torte sein. Bauchschmerzen und Völlegefühl sind dann doch aber die Quittung und ein „Zuckerkater“ folgt am nächsten Tag.

Zur Arbeit nimmt Sandrina sich immer vorbereitetes Essen mit. Für Knabbereien unterwegs, gibt es zurecht geschnittene Karottensticks oder anderes Gemüse.

Die Informationen zum Thema Zucker holt sich Sandrina aus dem Internet. Auch das Buch: „Unsere Nahrung, unser Schicksal“ von Dr med. M. O. Bruker ist eine gute Quelle für sie.

Für ihre Erkrankung hat sich noch nicht viel verändert, aber die Entzündungen sind auch sehr massiv gewesen. Im Allgemeinen ist Sandrina dennoch gelassener und kann in aufreibenden Situationen durchaus ruhiger bleiben. Was die Zuckerfreiheit weiter für die Erkrankung tut, werden wir in der Zukunft verfolgen, und suess.war.gestern wird in regelmäßigen Abständen darüber berichten. So können wir hoffentlich hautnah dabei sein, wenn es heißt: „Ich habe Morbus Bechterew, aber ich bin beschwerdefrei.“

Bernd

Bernd bekam schon im Jahr 2000 die Diagnose Diabetes Typ 2, dazu auch gleich Tabletten und eine Schulung in Sachen Ernährung. Eine Ernährungsberatung sah damals noch wie folgt aus :

Für übergewichtige Menschen mit Diabetes Typ 2 ist eine fettreduzierte, ausgewogene Ernährung wichtiger Teil der Behandlung. Insbesondere versteckte Fette in Wurst, Fleisch, Käse, Saucen, Fertiggerichten, Süßigkeiten und Kuchen oder Gebäck sollte man im Auge behalten, sie jedoch nicht gänzlich aus dem individuellen Ernährungsplan streichen, aber mit Bedacht verzehren.

Von Zucker ist hier keine Rede. Längst aber wissen wir: Fett macht nicht fett, sondern Zucker lagert sich als Fett ein!

Ab dem Jahr 2017 sollte Bernd sich nun gegen den Diabetes dann schon spritzen. Mit einem Gewicht von mittlerweile136 kg ging er ins Krankenhaus, um die zusätzliche Insulinmenge richtig einstellen zu lassen. Die Leber war gar nicht zu sehen, denn mit dem Ultraschallgerät drang man erst gar nicht bis dorthin vor. Es hatten sich dort Unmengen an Fett eingelagert.

„Wenn Sie so weitermachen, sehen wir uns nicht wieder!“ sagte der behandelnde Arzt.

Diese Worte brachten für Bernd ein Umdenken. Um jeden Preis wollte er, dass die zusätzlich gespritzte Menge an Insulin runter gefahren werden konnte. Das bedeutete aber auch, dass er an Gewicht verlieren musste. Er begann seinen Weg zuerst mit „FDH“ , was bedeutet „Friss die Hälfte“. Doch statt der Hälfte, aß Bernd fast gar nichts mehr. In Ausnahmefällen nur noch ein paar Haferflocken, Gemüse, Fleisch und Fisch. Manchmal auch ein paar Beeren dazu.

Als er dann 2018 die Sendung „Riverboot“ sah, hörte er das erste Mal von einem Leben ganz ohne Zucker. In dieser Sendung saß Andrea Ballschuh, eine deutsche Fernseh- und Radiomoderatorin, welche gemeinsam mit Life-Coach Fabienne Bill sich schon vor Jahren, durch eine Zuckerfrei-Challenge, bewusst mit dem Thema Zucker auseinandergesetzt hatte. Seit jeher begleiten und coachen beide selbst einmal im Jahr solch eine 90 Tage Zuckerfrei-Challenge.

Das war für Bernd genau das Richtige, von einen auf den anderen Tag verzichtete er auf Zucker, d.h. er nahm keinen industriell hergestellten Zucker zu sich, keinen Honig, keine Sirupe, keine Konzentrate. In ganz wenigen Ausnahmen verwendete er mal Erythrit. In einer von Andrea und Fabienne geführten Facebook-Gruppe tauschte Bernd sich mit Gleichgesinnten zu diesem Thema aus. Zum Einkaufen ging Bernd sogar mit Lupe, denn Zucker verschwindet auf den Zutatenlisten ja auch gern mal im „Kleingedruckten“.

Bernd hatte keinerlei Entzugserscheinungen und schnell stellten sich auch erste Erfolge ein. So hatte er nach bereits einer Woche 8 Kg an Gewicht verloren. Seine Zuckerwerte wurden in nächster Zeit immer besser und seine Insulinmenge konnte konnte neu eingestellt werden.

Beruflich war und ist Bernd alle 2 Wochen für 2 Wochen auf einem Schiff unterwegs, und das zuckerfrei zu meistern, bedeutet sich viel selbst versorgen zu müssen. Das ist allerdings nicht immer so einfach, da es an Board eine Gemeinschaftsverpflegung gibt. Und auch wenn dort auf viel Fisch zurück gegriffen werden kann, so sind es unter anderem seine Kollegen, die ihm nicht nur Unverständnis entgegen bringen, sondern ihm sogar heimlich Zucker unterjubeln, was soweit geht, dass Bernd das Schiff und die Mannschaft wechseln muss.

Auch von der Familie belächelt, geht er seinen Weg unbeirrt weiter. Trotz der vielen Hindernisse, schafft er es, sein Gewicht drastisch zu reduzieren und nur noch die Hälfte der damaligen Insulinmenge zu brauchen. Deutlich weniger sind nun auch seine Blutdruckmedikamente. Die hohen Cholesterinwerte und sogar die Fettleber sind weg.

Doch was haben wohl die Ärzte dazu gesagt?

Der Zuckerarzt war am Anfang böse, weil Bernd im Alleingang den Zucker weggelassen hat. – Aber mal im Ernst: wäre es denn nicht SEINE Pflicht gewesen, ihm genau das ganz am Anfang schon zu raten und dann dabei auch zu begleiten? – Den Erfolg, den diese Ernährung mit sich gebracht hat, hat den Arzt dann aber doch besänftigt, denn die Medikamentendosis ist ja nun deutlich geringer. Solange alles gut läuft sind die Ärzte zufrieden, entspricht aber irgend etwas nicht der Norm, wird über die Zuckerfreiheit wieder diskutiert.

Es kann ja nicht sein, dass es so „einfach“ sein kann!

Bärlauch Muffins

Für diese lecker herzhaften Muffins brauchst du nur wenige Zutaten. Dieses Rezept reicht für 4 Muffins.

  • 100 g Schmand
  • 50 g Reismehl
  • 40 g Bärlauch , klein geschnibbelt, ohne Stiel
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer
  • 1 TL Backpulver

Als erstes heizt du den Backofen auf 180 °C vor.

Dann verrührst du alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig, welchen du in ein Muffinblech einfüllst. Anstelle der Muffinförmchen, könnte ich mir auch vorstellen, das Muffinblech vorher mit Bacon auszulegen…

Das Gabzebwird nun für 25-30 min gebacken .

Guten Appetit

Mousse au Chocolat

Seid 175 Tagen bin ich nun zuckerfrei und lange habe ich etwas gesucht, was frei von Fabrikzucker und trotzdem soooooo lecker ist.

Alles andere könnt ihr stehen und liegen lassen – das hier ist Schokolade, das hier ist Genuss, das hier ist ein TRAUM.

Mousse au Chocolat

Um diese leckeren, auf der Zunge zart schmelzenden Küchlein herzustellen benötigst du:

  • 80 g Butter
  • 40 g Kakao
  • 1 TL Instant Kaffee
  • 80 g Datteln
  • 60 g Dattelwasser
  • 80g Schmand
  • 60 g gemahlene Mandeln (mit Haut)
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Backpulver

Am Vorabend der Zubereitung weichst du die Datteln in Wasser ein und lässt diese so über Nacht stehen.

Bei der Zubereitung selbst, kippst du das Wasser wieder ab, fängst es aber in einem separaten Gefäß wieder auf. Etwas Wasser davon verwendest du , um aus den Datteln ein Mus herzustellen. So hast du für die Zubereitung Dattelmus aus 80 g Datteln und übrig gebliebenes Dattelwasser.

  1. Den Ofen auf 180°C vorheizen.
  2. Als erstes lässt du 80g Butter, 40 g Kakao, 1 TL Instant Kaffee, 60 g Dattelwasser und 100 g Schmand bei kleiner Hitze auf dem Herd unter ständigem Rühren schmelzen.
  3. Dann lässt du alles ein wenig abkühlen und tust 80 g Dattelmus, 1/2 TL Backpulver, gemahlene Mandeln und 2 Eier hinzu, welche du vorsichtig unterhebst.
  4. Die Menge reicht für 4 kleine feuerfeste Portionsschälchen oder aber eine nicht all zu große Auflaufform. Diese fettest du mit etwas Butter oder Kokosöl ein.
  5. Anschließend den Teig einfüllen und bei 180 °C für 20-25 min backen.

Anschließend abkühlen lassen und genießen.

Erfahrungsbericht ketogen und zuckerfrei

Liebe Leser von „Suess.War.Gestern“,

ich heiße Carla und freue mich sehr, dass ich gefragt wurde, meine Erfahrung mit Zucker und zuckerfreier Ernährung hier zu veröffentlichen.

Bis zu meinem 30. Geburtstag war meine Gesundheit recht stabil.

Ich hatte schon viel mit meiner Ernährung experimentiert, besonders in Richtung vegan und Rohkost und
hatte damit auch einige kleinere gesundheitliche Probleme zumindest zeitweise lösen können, wie etwa Schlafstörungen. Andere Probleme verhielten sich etwas hartnäckiger,
dazu zählten vor allem ein ständiges Hungergefühl, Blutzuckerschwankungen bis hin zu
ernsthafter Unterzuckerung (Schweißausbrüche, Schwindel, Zittern, kurzzeitiger Verlust der Sehfähigkeit, weiche Knie, das Gefühl ohnmächtig zu werden),
Gewichtsschwankungen, Verdauungsprobleme, Akne, Keratose und Fibrome.

Dass sich dies auf das gesamte Wohlbefinden und die Lebensqualität auswirkt, brauche ich wohl
kaum zu erwähnen.
Immerhin: Durch Rohkost und vegan fand ich heraus, dass ich Gluten nicht vertrage und so arrangierte ich mich mit all den Unannehmlichkeiten. Es konnte ja schließlich nur an mir liegen, wenn es mir nicht gut ging. So wird einem das ja immer vermittelt, sowohl vom familiären Umfeld, das mir seit Jahren eine Essstörung attestierte, bis hin zu Ärzten,
die es eigentlich besser wissen sollten.

Nach dieser ersten Experimentierphase mit
meiner Ernährung blieb ich bei dem, was man wohl als gesund bezeichnen würde, wenn man es nicht besser weiß: Kohlenhydratlastig, zuckerhaltig (damit meine ich vor allem
die versteckten Zucker), viel Obst und Gemüse, hin und wieder Fleisch, kaum Eier und
Milchprodukte nur im Sommer.

Ich aß sehr viel mehr Grünzeug als andere und dennoch ging es mir immer schlechter.

Auch liest man ja immer wieder, dass man lieber 4-6 kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen soll. Auch daran hielt ich mich, um nicht zu unterzuckern, nur wusste ich bis dahin noch nicht so viel über Insulin, wie heute.

Am Morgen meines 30. Geburtstags wendete sich das Blatt – zum Schlechteren. Ich wurde von Schmerzen geweckt, die aus meiner linken Brust kamen. Sie war um locker zwei Körbchengrößen angeschwollen, rot und pulsierte. Ich konnte spüren, wie mein
Gewebe aufriss.

„Jetzt hast Du Krebs“, dachte ich damals und ging zum Arzt.

Krebs war es zwar nicht, aber ohne weitere Untersuchungen anzustellen, hieß seine Diagnose:

„Sie haben einen Tumor im Gehirn, der ist hormonell aktiv. Gehen Sie nach Hause und keinen Kaffee oder Schokolade mehr.“

Zu mehr Informationen ließ er sich nicht herab. Also googelte ich mich schlau. Krebs hatte ich erst einmal nicht zu befürchten, jedoch sollte mir eine mehrjährige unzureichende Behandlung seitens meiner Ärzte das Leben schwer machen.

Einige Zeit nach dieser Diagnose, gesellte sich ein neues Symptom hinzu, das eines meiner Leitsymptome wurde: Ich litt unter starken Fußschmerzen, die Sohlen meiner Füße kribbelten und brannten, als würde ich über heiße Nadeln laufen. Zu dem Zeitpunkt arbeitete ich in einem Fotostudio und war viel auf den Beinen (in bequemen, flachen Schuhen wohlgemerkt). Es wurde so schlimm, dass ich morgens einige Zeit brauchte, um aufstehen zu können. Damit ging ich zum Orthopäden. Dieser röntgte
meine Füße. Das Ergebnis: Knick-Senk-Spreiz-Fuß mit Hallux und Arthrose links im Zehengelenk, beidseitiger Fersensporn.

„Das kommt davon, wenn man hohe Schuhe trägt“, schloss er seine Diagnose.

Immer schön alles auf den Patienten schieben. Dass ich keine hohen Schuhe trug, ließ er nicht gelten. Er verordnete mehrere Therapien, die ich selbst zahlen musste. Ein feines Geschäft für ihn, pro Sitzung (ca. 4 Minuten) 80 Euro.
Die Schmerzen wurden ein wenig besser, aber sie verschwanden nicht. Das ging mehrere Jahre so, bis ich im Oktober 2017 sowohl meine Frauenärztin, die mich wegen
meiner Hormone behandelte, und meinen Orthopäden zur Rede stellte.

Meine Frauenärztin fragte ich, warum ich seit sechs Jahren fast immer zur selben Zeit zu ihr in
die Praxis komme und mir ein starkes Medikament mit vielen Nebenwirkungen verschreiben lassen muss, aber das Problem nie gelöst wird. Mit einer Überweisung zur
Endokrinologin verließ ich die Praxis. Ein kleiner Hoffnungsschimmer. Vielleicht war es ja Hashimoto. Das würde auch meine heftige Gewichtszunahme erklären, trotz
intensivem Sport-Programm und Low-Fat-Ernährung.

Fast gleichzeitig fragte ich meinen Orthopäden, warum die teuren Therapien nicht anschlugen. Er hatte darauf eine ganz einfache Erklärung:

„Das ist alles psychisch bei
Ihnen.“

Dieser Satz brachte das Fass zum Überlaufen. Nach einem kurzen und heftigen Wortgefecht verließ ich wütend die Praxis und bin seit dem bei einem anderen Orthopäden. Die angeblich profunde Untersuchung bei der Endokrinologin brachte überhaupt nichts zutage: „Sie haben PMS, damit müssen Sie leben.“ Ich sollte mir einen eisenhaltigen
Zuckersirup in der Apotheke besorgen und eine Kur damit machen. Außerdem sollte ich regelmäßig zur Blutabnahme erscheinen. Ich war niedergeschmettert und beschloss,
eine Lösung zu finden, nur wusste ich noch nicht wie.
Der glückliche Zufall kam mir ein paar Monate später zur Hilfe in Form des YouTube-Algorithmus, der mir Videos vorschlug, die sich mit kohlenhydratarmer (damit ist auch
zuckerfrei oder zuckerarm gemeint) Ernährung befassten.

Zunächst war ich sehr skeptisch, schließlich hatte ich schon viel ausprobiert. Allerdings ging es mir damals so schlecht, dass ich auch nichts zu verlieren hatte. So ließ ich mich darauf ein.
Nach 3 Tagen ging es mir besser und nach zehn Tagen erlebte ich zwei kleine Wunder:
Ich ging an einem Nachmittag 5,2 km und war am nächsten Morgen schmerzfrei. Erst danach las ich mich richtig in das Thema ein und wieder kam mir der YouTube-Algorithmus zur Hilfe und schlug das richtige Video vor, in dem ein Arzt aus den USA über Schmerzen im Fuß und Diabetes sprach.

Das war wohl der größte Aha-Moment in meinem Leben: Ich hatte einen versteckte Diabetes und meine Fußschmerzen stammten
vom diabetischen Fußsyndrom.

Mein hormonelles Problem hing vermutlich ebenfalls mit meinem viel zu hohen Insulin-Spiegel zusammen und die Lösung für alles ist ganz
einfach: Eine strenge Low-Carb-Ernährung (ketogen) mit ein bisschen Intervallfasten.
Nach zwei Monaten war ich schmerzfrei.

Mein hormonelles Problem von einem niemals vorhandenen Hirntumor ist nicht mehr da. Etwa 5 Monate später fand ich eine Spezialistin, bei der ich einen Zuckerbelastungstest machen konnte, und nun habe ich das Ergebnis schwarz auf weiß.

Wer sich ketogen ernährt, nimmt per se kaum Zucker zu sich. Anfangs habe ich noch Süßstoff verwendet, aber dann fand ich heraus, dass dieser Fruktose enthält, was bei
jemandem wie mir keine besonders gute Wahl ist. Diesen habe ich dann ausgetauscht durch Stevia. Auch Zuckerersatzstoffe meide ich, wenn ich kann, denn ich bin davon überzeugt, dass sie ebenfalls eine Wirkung im Körper haben, nur wurde dies bisher zu wenig erforscht. Was aber wichtiger zu sein scheint, als der Ausschluss eines einzelnen Stoffes, scheint der Fokus auf das Insulin, nicht auf den Blutzuckerspiegel. Denn dieser kann durch einen erhöhten Insulinspiegel überdeckt werden. Insulin kann außerdem für
entzündliche Prozesse sorgen und wirkt anabol, es baut also auf. Manche erklären das Auftreten von Fibromen damit, aber vor allem den Aufbau von Fettgewebe.

Über die Zusammenhänge von Hyperinsulinämie (zu viel Insulin) und schweren Erkrankungen
wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Krebs, wird derzeit noch viel geforscht. Es deutet aber vieles darauf hin, dass zu viel Zucker (und zwar in jeder Form) dabei einen
Einfluss haben kann. Wir dürfen also gespannt sein.

Für mich steht jedenfalls fest, dass auch wenn ich heute symptomfrei lebe, ich nicht wieder so essen werde, wie zuvor: mit Kohlenhydraten, wenig Fett, vegan, viel Obst und
Zucker. So, wie man eben hierzulande isst. Die Ergebnisse, die ich mit vergleichsweise wenig Aufwand erzielt habe, haben mich überzeugt.

Auf meinem Weg bin ich so vielen
Menschen begegnet, die Ähnliches erlebt haben und das hat mich darin bestärkt, meine
Geschichte aufzuschreiben und zu veröffentlichen.
Ich freue mich so sehr, dass ich auch hier meine Geschichte erzählen darf, um möglichst viele Menschen, die wie ich Jahrzehnte als versteckte Diabetiker leben, zu erreichen und
ihnen Mut zu machen. Vielen Dank!

Ein Jahr nachdem ich meine Ernährung umgestellt habe, ist nun auch meine Website
dazu online. Wenn du mehr über Insulinresistenz, meine Geschichte und meine Ernährung lernen möchtest, dann findest du mich unter lifesugar.de. Auf Instagram findest
du mich unter@lifesugarblog, dort poste ich regelmäßig Neuigkeiten und Informationen über zuckerfreie und Low-Carb-Ernährung, Insulinresistenz, Diabetes und allem, was von dieser Thematik berührt wird. Schau doch mal vorbei, vielleicht kannst du etwas für dich mitnehmen.

Bärlauch Hummus

Du benötigst:

  • 30 g Bärlauchblätter, frisch, halbiert
  • 1 Dose Kichererbsen ( Abtropfgew. 285g) , abgetropft
  • 20 g Tahin
  • 20 ml Olivenöl
  • 30 ml Wasser
  • 1/4 TL Gewürzpaste (alternativ Instant Gemüsebrühe ohne Zucker)
  • 1/2 Zitrone, unbehandelt (1/4 TL Schale abgerieben und Saft ausgepresst)
  • 2 Prisen Kreuzkümmel
  • 1/4 TL Meersalz
  • 2 Prisen Pfeffer

Alle Zutaten in ein Gefäß geben und pürrieren. Bei Bedarf kann noch etwas Wasser hinzu gegeben werden.

Avocado Eiersalat

Avocados sind besonders gesund, weil sie eine ganze Menge wichtiger Nährstoffe enthalten. Sie sind ein guter Lieferant für Folsäure, Vitamin K, Kalium und auch Vitamin E. Zudem sind sie reich an gesunden Fettsäuren.

Avocados sind reich an ungesättigten Fettsäuren und damit sehr gesund. Ähnlich wie Olivenöl sind Avocados ein Bestandteil einer antientzündlichen Ernährung und damit gut für das Herz.

Fettlösliche Vitamine werden im Beisein von Avocados besser aufgenommen. Die Kombination von Gemüse mit der gesunden Frucht ist also ideal.

Neben Bananen sind Avocados reich an Kalium, welches für eine gute Reizweiterleitung der Zellen wichtig ist. Besonders hilfreich ist es gegen Bluthochdruck.

Du benötigst:

  • 1 Avocado
  • 3 gekochte Eier
  • 1-2 TL Senf
  • 100g Schmand
  • Salz und Pfeffer
  • 2 TL TK Kräuter

Die Avocado aus der Schale lösen und in einer Schüssel mit einer Gabel zerquetschen. Schmand, Senf, Kräuter und Gewürze untermengen. Zum Schluss die Eier pellen, klein schneiden und unter die Avocadomasse heben.

Mit ein bisschen Kresse dekorieren. Guten Appetit

Spaghetti Bärlau(ch)nese

Du benötigst für 3-4 Portionen:

  • 500g Dinkelspaghetti
  • 40 g Bärlauch
  • 100g Parmesan, gerieben
  • 30g Reismehl
  • 150 ml Sahne
  • 150 ml Wasser
  • 150 g Schmand
  • 160 g saure Sahne
  • 1TL Gewürzpaste
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/4 TL Pfeffer

Die Nudeln kochst du nach Angaben der Packungsbeilage.

Den Bärlauch hackst du klein und gibst ihn zu all den anderen Zutaten in einen Topf, welchen du unter ständigem Umrühren 10 min erhitzt. Anschließend pürierst du alles, schmeckst es nochmal ab und richtest es zusammen mit den Nudeln auf einem Teller an.

Bärlauch


Bärlauch: Frühjahrsputz für die Gefäße

 

Bärlauch duftet intensiv nach Knoblauch, schmeckt scharf und zugleich herrlich frisch.

In erster Linie wird Bärlauch in der Küche verwendet. Bärlauch hat sich in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Kraut etabliert und wird mit Beginn der Saison im Frühling in vielen Supermärkten oder auf Wochenmärkten angeboten. Daneben kann man Bärlauch vereinzelt als getrockenetes Kraut kaufen – allerdings verbunden mit Einbußen des Aromas und der gesundheitsunterstützenden Wirkung.

Bärlauch ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Magnesium stärkt unsere Muskeln, Vitamin C (auf 100g kommen 150 mg Vitamin C) schützt vor Erkältungen. Bärlauch besitzt die gleiche positive Wirkung auf unsere Gesundheit wie Knoblauch. Die Aromastoffe, die für den unverkennbaren Geschmack sorgen – so genannte Sulfide – werden beim Zerkleinern der Blätter in Allicinum gewandelt. Allicin wirkt antibakteriell, wodurch Erkältungen mit Bärlauch bekämpft und dabei Fieber und Husten gelindert werden können.

Bärlauch wirkt blutreinigend, verdauungsfördernd und ist in der Lage, das Cholesterin zu senken. Das heimische Liliengewächs verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Bärlauch ist auch wirksam bei Arteriosklerose.

Zu diesen Risikofaktoren der Arteriosklerose zählen:

  • Zu hohe Bluttfettkonzentrationen, vor allem das LDL-Cholesterin.  Fettstoffwechselstörung
  • Übergewicht, Bewegungsmangel, überreichliche Luxusernährung und Rauchen
  • Bluthochdruck, Diabetes mellitus und ungesunder Stress.

 Eine vitalstoffreiche Vollwertkost ist zu empfehlen.

Die antioxidative Wirkung des Bärlauchs verhindert, daß sich das Cholesterin an den Gefäßen ablagert. Durch diesen Vorgang werden auch die erhöhten Cholesterinwerte gesenkt. Darüber hinaus verbessert er die Fließeigenschaft des Blutes und fördert damit die Durchblutung. Zusätzlich geht von ihm eine blutdrucksenkende Wirkung aus. Bärlauch eignet sich zur Vorbeugung sowie als unterstützende Therapie bei altersbedingten Gefäßerkrankungen, Bluthochdruck und Arteriosklerose.

Bärlauch wirkt aber nicht nur günstig auf Herz und Gefäße, sondern ist auch zur Vorbeugung und Behandlung von Magen-Darm-Störungen bestens geeignet. Er hemmt das Wachstum schädlicher Bakterien, ohne die gesunde Darmflora zu schädigen. Zu empfehlen ist er auch nach einer Behandlung mit Antibiotika und Sulfonamiden, da er das normale Gleichgewicht im Darm wieder herstellen kann. Bärlauch wirkt entgiftend: So können mit Hilfe von Bärlauchpräparaten Schwermetalle wie Blei oder Cadmium aus dem Körper ausgeleitet werden. Bärlauch weist einen hohen Gehalt an «Adenosin» auf: Dieser Wirkstoff besitzt antioxidative Eigenschaften und wirkt somit einer vorzeitigen Alterung entgegen. Es wurde festgestellt, daß «Adenosin» Herzrhythmusstörungen sowie die Herzfunktion verbessert. Der Wirkstoffgehalt ist hier im Bärlauch wesentlich höher als im Knoblauch.