Du bist, was du isst

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Heute habe ich durch Zufall eine Dokumentation gefunden, die mir mal wieder bestätigt hat, wie wichtig es ist, genau hin zu schauen. In dieser Doku ging es als Erstes, um Tütensuppen und Bratensoßen, welche einem, mit Hilfe ihrer Aufmachung, vollen Geschmack aus hochwertigen Zutaten, verpackt in dieses kleine Wunder, suggeriert. Fakt ist, nichts davon trifft auch nur annähernd zu. Fakt ist auch, die Industrie versucht auf dem Rücken der Verbraucher ihre Kosten zu senken und maximale Gewinne zu erlangen.

An einem Beispiel von Spargelcremesuppe wurde deutlich gemacht, dass diese als Tütenprodukt eigentlich gar nichts mit ihrer Bezeichnung zu tun hat. Ganze 4% Spargel befinden sich lediglich in diesem Produkt, der Rest besteht aus Kartoffelstärke, Spargelroma, Palmfett – welches für einen perfekten Schmelz auf der Zunge sorgt -, ein paar Schnipseln Schnittlauch – damit es gesund aussieht –  und getrocketem Spargel (besagte 4%).  Kommt dieses Gemisch nun mit Wasser in Berührung, entsteht eine cremige Konsistenz. Optisch sieht das Ganze einer echten Spargelcremesuppe nun sehr ähnlich. Und trotzdem hat sie damit überhaupt nichts zu tun. Mit Kartoffelstärke als Basis, kann nun jede erdenkliche Instantsuppe hergetellt werden.

In dieser Hühnersuppe befinden sich tatsächlich 0,5% Huhn, und dann auch nur als Hühnerfett. Da kann man ja schon froh sein, das hier echte Nudeln drin sind. Und warum genau, wurde hier jetzt Zucker zusätzlich zugesetzt? Na klar…um den guten Geschmack des Huhn’s zu verstärken. Damit man auch schmecken kann, dass dieses tatsächlich vorhanden ist, wenn auch nur zu 0,5%.


Die Stärke als Grundzutat wird auch für die Herstellung von Instant-Bratensoße benutzt. Dazu kommen noch Hefeextrakt – ein Aroma und Geschmacksverstärker – und Malzpulver, eine Art Zucker , und volià – fertig ist die Instant-Soße. Beide Zusätze sind dafür da, den Geschmack von Braten zu imitieren, denn mit Fleisch wird die Soße das erste Mal überhaupt  auf dem Teller in Berührung kommen. Und mit „Gesund“ hat das alles ja nun wirklich gar nichts mehr zu tun.

Ein weiterer Beitrag hat mich noch unglaublich fasziniert. In diesem ging es um den berühmten Doppelkeks, den wir alle aus unserer Kindheit kennen und lieben. Das Hauptaugenmerk galt der Schokocreme zwischen den Keksen. Diese aus echter Schokolade herzustellen, wäre nämlich viel zu teuer. Deshalb greift man auch hier wieder zu einem billigen Ersatz, dem Palmfett, welches der teureren Kakaobutter in Schmelzpunkt und Konsistenz sehr nahe kommt. Dazu wird noch viiiieeeel Zucker getan, da dieser Geschmacksträger ist und hier somit eine gute Grundlage bildet, und ein bisschen Kakaopulver.

Schokolade, steckt da also keine drin. Und der Verbraucher sollte auf gar keinen Fall bemerken , dass überall, wo nicht explizit Schokolade drauf steht, nämlich gar keine drin ist. Wir konsumieren lediglich diese billig hergestellte Masse, welche mit „echtem Kakao“ beworben wird. Wahrscheinlich finden wir auch hier wieder 0,5%.

Wie lecker billiges Palmöl sein kann, wurde in einem weiterem Versuch bewiesen:

In diesem wurde die Creme in eine Schokoladenform gebracht und verschiedenen Testessern angeboten. Alle waren begeistert und empfanden eine Einzigartigkeit, wie sie nur bei Spezialitäten gefunden wird.

Das ist billige Trickserei von der Lebensmittelindustrie, auf Kosten der Verbraucher. Und das Ganze nicht nur finanziell, sonder vor allem auch gesundheitlich.


„Du bist, was du isst. Also sei nicht billig, schnell oder falsch.“

Die ganze Folge und auch andere, findet ihr unter folgendem Link:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzeit

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