Was gibt es für Zuckeralternativen?

Vermutlich können und wollen nur die wenigsten Menschen komplett auf Süßes verzichten. Da stellt sich automatisch die Frage nach gesunden Zuckeralternativen. Leider gibt es keine besonders gute Nachricht für alle, die auf Honig, Agavendicksaft oder braunen Zucker schwören: „Honig, Pflanzensirup und ähnliche vermeintlich gesunde Alternativen bestehen letztlich auch nur aus Zuckergemischen. Der geringe Gehalt an Mineralstoffen oder anderen Substanzen ist kein wirklicher Mehrwert.

Die Frage, die sich allerdings stellt, ist folgende: „Müssen wir denn Zucker überhaupt ersetzen?“

Nicht immer war das weiße Kristall zu jeder Zeit verfügbar. In der Steinzeit, waren die Menschen Jäger und Sammler. Sie mussten sich ihr  Abendessen schon selbst erarbeiten.  Allerdings gab es auch damals schon die Gier nach Süßem, denn süß suggerierte dem Menschen, dass etwas genießbar war und vor allem schnelle Energie lieferte, auf die die Menschen damals angewiesen waren, denn es lief einem nicht jeden Tag ein  passendes Stück Fleisch vor die Nase. Schmeckte etwas sauer, dann war es entweder unreif oder vedorben, bitter, wurde als giftig eingestuft.

Dieser Urinstinkt hat sich bis heute nicht wesentlich verändert, die Verfügbarkeit von Nahrung allerdings schon. Wir haben quasi  die Möglichkeit, uns zu jeder Tages- und Nachtzeit, Nahrung zu beschaffen. Ganz schnell kommen wir auch an Süßigkeiten ran, mit denen wir  Energie und  somit Wohlbefinden assoziieren. Von klein auf an haben wir außerdem gelernt, dass eine Süßigkeit Lob ist, Anerkennung und Zuwendung bedeutet, Liebe ausdrückt, uns eine Umarmung schenkt, Wertschätzung zeigt. Ist es aber tatsächlich so?  Welche Alternativern gibt es dafür? Ist es nicht sinnvoller dem gegenüber seine Zuneigung zu zeigen, ihn in den Arm zu nehmen, darzustellen, wie wertvoll das Leben mit ihm ist ? Brauchen wir dafür tatsächlich Schokolade, Gummibärchen und Pralinen?

Die Werbung ist voll damit und hat die Menschheit voll im Griff. „Tiamo“ zum Valentinstag, zu Weihnachten nur „die Besten“ und „Feinstes Ostern für Alle“ …… Man könnte glatt meinen, die Feiertage wurden von der Industrie erschaffen, denn nur wenige wissen, was sich tatsächlich hinter ihnen verbirgt und welche Botschaft mit den Feiertagen vermittelt werden soll. Da geht es nicht, um Zucker und Schokolade?!


Warum also suchen wir nach Alternativen? Warum richten wir unseren Blick nicht auf das Wesentliche ? Wenn ich jemanden mag, zeige ich ihm das.  Ich verbringe Zeit mit ihm, schenke ihm mein schönstes Lächeln. Ich bin für ihn da, höre ihm zu, mache Komplimente, ich interessiere mich.

Mit Zucker verhält es sich ähnlich. Immer wieder lese ich, dass den Menschen die Alternativen zu Zucker nicht schmecken. Ich frage mich dabei immer, warum sucht man nach etwas Ähnlichem? Um Gleiches mit Gleichem zu ersetzen ? Wenn ich doch eigentlich davon loskommen will?

Sollten wir uns nicht vielleicht einfach daran gewöhnen, anders zu essen und zu handeln und eben nicht, wie gewohnt weiterzumachen?

Ja, es gibt eine gesunde Zuckeralternative.

Die Alternative heiß: auf Zucker zu verzichten, ihn wenn überhaupt ganz natürlich zu ersetzen, mit Banane, Apfel oder Dattel oder aber sich auf einen nicht süßen Geschmack einzulassen, diesen anzunehmen und generell umzudenken. Der Mensch braucht keine Süße zum Leben. Ganz im Gegenteil, einmal auf Zucker komplett verzichtet, und jeglicher Appetit auf Schokolade und Co verschwindet.

Ich bin jetzt seit über 100 Tage zuckerfrei, und auch ich habe dann und wann Gelüste, aber schon lange nicht mehr auf Schoki und Co.  Ich höre viel auf meinen Bauch, und der verlangt, wenn er etwas Zucker braucht, entsprechendes Obst oder Gemüse. Denn das ist ziemlich süß, wenn man sich dem Zucker erstmal richtig entwöhnt hat.

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