
An Diabetes und Herz-Kreislauf Erkrankungen ist das Übergewicht Schuld. Stimmt das?
Ja! Auf jeden Fall führt ein Übergewicht zu Erkrankungen des menschlichen Körpers. Doch ist das Übergewicht tatsächlich die Ursache?
Wenn wir Menschen in den letzten Jahren eines gelernt haben, dann doch, dass man nur mit seinem Wehwechen zum Arzt gehen braucht, und schon bekommt man eine Pille dagegen. Habe ich also Kopfschmerzen, nehme ich eine Tablette, habe ich Bauchschmerzen, nehme ich Magentropfen. Auch bei Blutdruck und Co wird sofort medikamentöse Hilfe angeboten. Doch, ist es richtig, dass wir gar nicht herausfinden wollen, warum bestimmte Symptome auftreten ? Am Beispiel von Bluthochdruck und Erkrankungen des Herzens ist meist das Übergewicht Schuld. Aber ist das auch die tatsächliche Ursache?
Die heutige Gesellschaft erkennt das viel zu hohe Gewicht, wie eine unabänderliche Ursache für viele Zivilisationskrankheiten an. Von dem Mediziner bekommt der Kranke also ein Mittel verschrieben, welches die Symptomatik der auftretenden Erkrankung verbessern soll. Das Übergewicht wird meist noch kurz erwähnt, fällt dann aber doch eher unter den Tisch. Es ist viel komplizierter, sich mit der eigenen Ernährung auseinander zu setzen, als einfach eine Pille zu nehmen. Sowohl Arzt, als auch Patient nehmen lieber Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen in Kauf, als den beschwerlichen Weg der Ernährungsumstellung zu gehen.
Sich mit seinen Gewohnheiten auseinander zu setzen und bisherige Einstellungen zu Lebens- und Nahrungsmitteln zu überdenken, bedeutet Anstrengung und Verzicht.

Wie entsteht denn Übergewicht? Was ist die Ursache dafür?
„Nicht der Zucker, sondern die Gesamtaufnahme der Kalorien ist entscheidend für das Körpergewicht. Übergewichtig wird, wer auf Dauer mehr Kalorien aufnimmt, als er verbraucht. Woher die Kalorien kommen, spielt dabei keine Rolle.“ („Schmeckt Richtig!“ eine Initiative der deutschen Zuckerwirtschaft)
Machen wir doch mal den Kaloriencheck
Die Zuckerlobby lässt uns glauben, eine Kalorie ist gleich eine Kalorie.
Die Nahrungsmittelindustrie folgert eigennützig aus diesem Ernährungsgrundsatz: Wenn eine Kalorie eine Kalorie ist, dann kann jedes Nahrungsmittel Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.
Das heißt im Klartext: es ist egal, was ich esse, solange ich nicht zu viel davon esse. Die meisten Menschen versuchen sich tatsächlich gesund zu ernähren, doch ist vermeintlich gesundes Essen oft auch mit Zucker und Co belastet.
Während uns also die Nahrungsmittelindustrie glauben machen will, dass Zucker Teil einer ausgewogenen Ernährung sein kann, hat sie in Wahrheit eine unausgewogene Ernährung geschaffen. Von den Nahrungsmitteln, die erhältlich sind, enthalten 80 Prozent zusätzlich zugesetzten Zucker.
Und nicht immer steht auch Zucker drauf, wenn welcher drin ist. Die Industrie weiß den Verbraucher nämlich gut zu täuschen.
In der Zutatenliste muss der Hersteller auflisten, was im Produkt enthalten ist – sortiert nach der jeweiligen Menge, in absteigender Reihenfolge. Steht an erster Stelle Zucker, besteht das Produkt also zu einem großen Teil daraus.
Das will natürlich keiner, daher wird er in vielen Zutatenlisten ganz gut versteckt. Es gibt nämlich alternative Süßstoffe wie Glukose-Fruktose-Sirup oder Invertzuckersirup, auch Dextrose oder Süßmolkenpulver , die auch nichts anderes sind, als Zucker.
Und jetzt der Trick: Verwendet man von allen süßen Zutaten jeweils ein bisschen, landen sie am Ende alle auf den hinteren Plätzen der Zutatenliste. Das Lebensmittel enthält dann effektiv genau so viel Zuckerkalorien wie zuvor – nur ist das auf der Zutatenliste nicht mehr erkennbar.
Man kann also die Menschen nicht wirklich dafür verantwortlich machen, was sie sich in den Mund stecken, wenn ihre Wahl so eingeschränkt ist. Das Fatale an der Sache, eine Kalorie, die aus industriellem Zucker besteht, hält lange nicht so satt, wie eine Kalorie aus natürlicher Herkunft.
Wenn Zucker aufgenommen wird, steigt der Blutzuckerspiegel stark an und fällt dann ebenso schnell wieder ab, weil der Körper darauf mit einer ordentlichen Portion Insulin reagiert. Dieses Abfallen löst dann erneut ein Hungergefühl aus.
Fette, Kohlenhydrate, Fruktose und Glukose werden im Körper unterschiedlich verstoffwechselt. Nimmt man also Lebensmittel ohne Zucker zu sich, bleibt der Spiegel im Blut konstant und wir bleiben länger satt.
Ist die sonstige Ernährung ebenfalls arm an Vitalstoffen, wird Zuckerkonsum ein wichtiger Grund für ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten. Dem Konsum von konzentriertem Zucker aus dem Weg zu gehen, ist nur schwer möglich. Fast alle industriell produzierten Lebensmittel enthalten heutzutage Zucker: z.B. Ketchup, Kartoffelchips und Schinken. Mit Zucker werden jährlich Milliardensummen umgesetzt.
Wo so viel Geld im Spiel ist, wird natürlich alles dafür getan, dass es bleibt, wie es ist. Die Folge sind zahlreiche Ammenmärchen über Zucker und zuckerhaltige Lebensmittel.
